Die Geschichte des Klosters

  
Klasztor od strony poludniowej      Das Kloster der Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit in Krakau-Lagiewniki entstand als Stiftung des Fürsten Alexander Lubomirski. Er übergab dem Kardinal Albin Dunajewski einen großen Fonds für einen wohltätigen Zweck, für den im Jahre 1889 mehr als 10 ha Ackerland im Dorf Lagiewniki bei Krakau gekauft wurden, wo dann eine Anstalt für moralisch vernachlässigte Mädchen, eine Kapelle und ein Kloster für die Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit errichtet wurden. Das ganze Anwesen wurde mit einem Steinzaun umgeben und zu Ehren des hl. Joseph Józefów genannt, weil die Schwestern der Überzeugung waren, ihm das Erbitten dieser Stiftung zur Durchführung ihres apostolischen Werkes zu verdanken.

        Am 20. August 1891 weihte Kardinal Albin Dunajewski die St. Joseph-Kapelle und den größeren Flügel der Klostergebäude, der für ein Haus der Barmherzigkeit für Mädchen und Frauen bestimmt war, die einer tiefen moralischen Erneuerung bedurften. Die Schwestern gingen hier ihrer erzieherischen Tätigkeit nach, die sich von Anfang an auf die Achtung der Würde der menschlichen Person und auf die Pflege christlicher Werte gründete, vor allem aber darin bestand, Vertrauen zu Gott zu wecken, der reich an Barmherzigkeit ist, sowie auf eine Berufstätigkeit und ein selbständiges, würdiges Leben in der Gesellschaft vorzubereiten. Eine wichtige Rolle im Erziehungsprozeß spielte die Arbeit, die zugleich die Quelle des Lebensunterhalts für die Schwestern und ihre Zöglinge bildete. Im Haus der Barmherzigkeit in Lagiewniki wurden unter der Leitung der Schwestern Werkstätten für Weiß- und Farbstickerei, für Weberei, außerdem eine Wäscherei und eine Buchbinderei geführt, darüber hinaus wurden Garten- und Landwirtschaftsarbeiten beigebracht. Dank der so ausgeübten erzieherischen Tätigkeit fanden die vormals gefallenen Mädchen zu einem würdigen Leben in der Gesellschaft zurück.

        Die erzieherische Tätigkeit in Form einer umfassenden Fürsorge für die Mädchen und Frauen, die einer tiefen moralischen Erneuerung bedurften, wurde im sog. Haus der Barmherzigkeit von der Entstehung des Klosters an bis zum Jahre 1962 durchgeführt, als die staatlichen NowincjuszkiBehörden der Kongregation die Erziehungsanstalt und den größten Teil des Anwesens wegnahmen und ihr nur einen Flügel der Klostergebäude, die Kapelle, einen Teil des Gartens und den Friedhof beließen.

            Einige Jahre später (im Jahre 1969) gründeten die Schwestern im Kloster unter dem Namen ?ród3o [Quelle] ein Zentrum für die offene Fürsorge für sozial auffällige Jugendliche, das bis 1991 bestand.

            Im Jahre 1989 gaben die staatlichen Behörden der Kongregation die Erziehungsanstalt für Mädchen zurück, die jetzt den Namen "Jugenderziehungszentrum" trägt. Dort führen die Schwestern ein Internat sowie drei weiterführende Schulen: ein Gymnasium sowie eine Berufsschule für das Friseurhandwerk und eine für Gastronomie für Mädchen im Alter von 15-18 Jahren, die Hilfe und moralische Erneuerung brauchen. Nowicjuszki przyjmuja pierwsze sluby

        Fast seit dem Beginn des Bestehens dieses Klosters in Krakau-Lagiewniki, seit dem Jahre 1893 nämlich, befindet sich dort ein Noviziatshaus der Kongregation, das mit einer kurzen Unterbrechung bis heute diese Funktion erfüllt. Dort bereiten sich junge Schwestern während der zwei Jahre der Ausbildung auf das Ordensleben und die Durchführung des apostolischen Werkes vor.
      

      

 

  
  

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